Dialogreihe 2018

  • Weltbürgertum oder Bürgertum im Irgendwo: Wozu Heimat?

27. Februar 2018, 20 Uhr, Bucerius Kunst Forum, Hamburg

Nein, er sei kein Bürger seines Stadtstaates, auch kein Grieche und doch kein Barbar – ein
Weltbürger sei er. Mit dieser Aussage provozierte schon der griechische Philosoph Diogenes seine Mitbürger. 2500 Jahre später, im Sommer 2016, sagte Großbritanniens Premierministerin Theresa May nach der Entscheidung über den Brexit genau das Gegenteil: „If you believe you’re a citizen of the world, you’re a citizen of nowhere. You don’t understand what the very word ‚citizenship‘ means.“

Einer aktuellen Studie der BBC zufolge fühlen sich immer mehr Menschen nicht mehr als Einwohner ihres Heimatlandes, sondern eher als Weltbürger. Wirtschaftlich, ökologisch und demografisch zwingt uns die Globalisierung einerseits immer mehr dazu, über das Regionale, Nationale, ja gar über das Europäische hinauszudenken und auch so zu handeln. Andererseits aber werden die Gegenbewegungen in Form von nationalpopulistischen Parteien und Protesten immer präsenter. Ist das ängstlich und egoistisch? Oder ist die Heimatverbundenheit etwas menschlich Notwendiges? Welches Wissen und welche Werte und Einstellungen verbinden die „global citizens of today“? Und vor allem: Was meinen wir eigentlich mit dem Weltbürgertum?

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir für die Veranstaltung zu diesem hochaktuellen Thema hochkarätige Podiumsgäste gewinnen konnten. Es diskutieren Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, Publizist, Rechtsanwalt und Direktor des Center for Applied European Studies (CAES), Dr. Sergey Lagodinsky, Leiter des Referats EU/Nordamerika der Heinrich-Böll-Stiftung, Janusz Reiter, Botschafter a.D. und Gründer und Ratsvorsitzender des Centre for International Relations in Warschau sowie Gisela Stuart, Vorsitzende der Brexit-Bewegung Change Britain und ehemaliges Mitglied des britischen Unterhauses.

Moderation: Dr. h. c. Sonja Lahnstein-Kandel, Einführung: Prof. Dr. Andreas Hoffmann.

Hier kommen Sie zu unserem aktuellen Flyer

Engagierte Referenten, die sehr ehrlich und persönlich miteinander diskutierten, aufmerksames Publikum, klirrende Kälte draussen, ausgebuchter Saal drinnen. Hier haben Sie die Möglichkeit unseren Bridging the Gap – Abend nachzuschauen:

Fotoimpressionen des BtG-Abends (fc: Ulrich Perrey, BKF):

 

Pressestimmen haben wir in unserem Pressebereich für Sie hinterlegt:

Pressebereich

 

Wir freuen uns sehr, dass die nächsten „Bridging the Gap“ – Dialogabende in dem beeindruckenden Helmut Schmidt Auditorium der Bucerius Law School stattfinden werden, so dass wir mehr als doppelt so viele Publikumsplätze zur Verfügung stellen können, nämlich nahezu 500 Sitze.

Passend zum 70jährigen Jubliläum des Staates Israel heißt unser Oktoberthema: „Wem gehört Jerusalem? Sehnsuchtsort und Pulverfass: Wo liegt die Zukunft?“

Begrüßung und Einführung: Prof. Dr. Michael Göring, Dr. h.c. Sonja Lahnstein

Moderation: Sonja Lahnstein

Dienstag, 16. oder 23. Oktober, Auditorium der Bucerius Law School, Hamburg, 19 Uhr

Wir informieren Sie hier zeitnah mit weiteren Details.